Coaching für Frauen
Zwischen Stärke und Erschöpfung
Du bist nicht "zu empfindlich"
Menschen fühlen sich wohl in deiner Nähe. Du spürst früh, wenn sich etwas verändert, nimmst Spannungen wahr und versuchst zu verstehen, statt vorschnell zu urteilen. Oft erklärst du das Verhalten anderer sogar dann noch, wenn es dich längst verletzt.
Obwohl du spürst, dass etwas nicht stimmt, erklärst du dir oft zuerst selbst, warum du vielleicht doch „zu empfindlich“ sein könntest. Also hältst du dich zurück, passt dich an und versuchst, Harmonie aufrechtzuerhalten, während dein Körper längst mit Anspannung, Erschöpfung oder innerer Unruhe reagiert. Nicht, weil du schwach bist, sondern weil dir genau das lange Sicherheit gegeben hat.
Schmerzhaft wird es dort, wo ein Umfeld nur stabil bleibt, solange du dich selbst klein hältst. Denn sobald du beginnst, Dinge zu hinterfragen, deiner Wahrnehmung zu vertrauen oder erste Grenzen zu setzen, reagieren andere nicht selten irritiert, abwertend oder mit Widerstand.
Ich kenne diese Dynamiken aus eigener Erfahrung und auch das was sie innerlich auslösen können: eine Verunsicherung, obwohl lange klar war, wie das eigene Leben funktioniert, und Zweifel an sich selbst, die vorher so nicht da waren. Irgendwann wurde mir bewusst, dass Veränderung nicht bedeutet, härter zu werden, sondern sich selbst wieder ernst zu nehmen und sich mit bestimmten Situationen nicht länger abfinden zu müssen.
Heute begleite ich Frauen dabei, ungesunde Dynamiken früher zu erkennen, ihrer Wahrnehmung wieder zu vertrauen und den eigenen Platz im Leben nicht länger über Anpassung sichern zu müssen.
